Padjelantaleden:

Von Ritsem nach Kvikkjokk

Nach der Anreise nach Ritsem im Norden Schwedens lassen wir uns über den Stausee Akkajaure nach Vaisaluokta bringen. Hier beginnt unsere Wanderung in den Padjelanta Nationalpark, der einen Teil des UNESCO Weltnaturerbes Laponia bildet. Wir wandern durch eine Landschaft deren ursprüngliche Schönheit erhalten geblieben ist, trotz der Jahrtausende währenden Nutzung durch die Samen.

Vom Ufer des Akkajaure steigen wir rasch empor in ein Hochtal mit Seen und bizarren Steinformationen. Am Ende des Tals öffnet sich der Blick und wir erhalten einen ersten Eindruck der überwältigenden Weite und Einsamkeit, die den grossen Reiz Lapplands ausmachen. An den folgenden Tagen überqueren wir mächtige Flüsse, steigen über Bergsättel und geniessen die Aussicht über die Zwillingsseen Vastenjaure und Virihaure. Staloluokta ist das Touristikzentrum des Nationalparks. Mehrere Wanderwege treffen in dem samischen Fischerdorf zusammen, Wanderer und Fischer lassen sich per Heli ein- oder ausfliegen, im Kiosk kann Proviant aufgestockt werden und in der tollen Sauna können müde Muskeln Entspannung finden. Trotz des Trubels bleiben wir zwei Nächte und nutzen den Tag für eine Wanderung ohne Gepäck.

Nun wandern wir in kargeres Land zur Duottarhütte, mit Sicht auf die hohen Berge des Sarek. Das Land mag karg sein, aber nicht ohne Leben. Hochspezialisierte Pflanzen ringen dem Boden ihre Existenz ab. Eine kurze Etappe bringt uns zur Darraluoppalhütte, die den Beginn des Darradalen markiert. Diesem Tal folgen wir bis nach Kvikkjokk, erst durch Weidengestrüpp, dann Birkenwald mit blütenreichen Hochstauden, Moore und schliesslich Föhrenwald.

Wir übernachten in einfachen Hütten ohne Strom und fliessend Wasser, wo wir selber kochen und bei Bedarf heizen können.

Die Tour führe ich in Zusammenarbeit mit WeitWandern durch, deren Philosophie des umweltverträglichen Reisens ich gerne übernehme. Deshalb ist vorgesehen, dass die An- und Rückreise mit dem Zug stattfindet. Wem die Zeit dazu fehlt, ist es natürlich freigestellt mit dem Flugzeug anzureisen.

  • Wenig schwierige Bergwanderung auf Wegen oder Wegspuren. Gelände teilweise steil. Trittsicherheit erforderlich
  • 4 bis 8 Stunden Marschzeit pro Tag
  • Auf- und Abstiege zwischen 100 und 400 Höhenmetern